Zuckerbomben auf dem Frühstückstisch

Mädchen mit Löffel in der Hand

Wusstest Du, dass in 99 Prozent aller Kinder Cerealien zu viel Zucker enthalten ist? Der AOK-Bundesverband hat im Jahr 2020 eine repräsentative Studie in Auftrag gegeben, die zu diesem niederschmetternden Ergebnis kam. Wir finden das ziemlich doof und haben deswegen beschlossen dagegen zu rebellieren. 

Was ist eigentlich Zucker?

Der Begriff Zucker steht für verschiedene Arten: Glucose (Traubenzucker), Fructose (Fruchtzucker) und Lactose (Milchzucker). Chemiker bezeichnen unseren Haushaltszucker als Saccharose, die aus Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker) besteht. Auch die in Kartoffeln vorkommende Stärke zählt zu der gleichen Gruppe.

Die meisten Menschen kennen unter dem Begriff Zucker kleine, sehr süß schmeckende Kristalle, die sich auf der Zunge oder in Flüssigkeit auflösen. Der in Deutschland übliche weiße Kristallzucker ist die weltweit am häufigsten genutzte Art des Süßungsmittels. Bis er aber so bei uns in der Tüte landet, sind einige Schritte notwendig.

Der Rohstoff für unseren Haushaltszucker wird hauptsächlich aus den Pflanzen Zuckerrohr und Zuckerrübe gewonnen und ist daher von Natur aus vegan. Zuckerrohr wächst vor Allem in Ländern mit tropischen Temperaturen wie Brasilien und Indien, während Zuckerrüben auch bei uns in Deutschland angebaut werden. 

Zuckerberg

Damit die kleinen Kristalle entstehen, muss der Zucker aus der Pflanze extrahiert werden. Das macht man in einer Zuckerfabrik. Wie das geht, kannst Du in diesem Video.

Heutzutage wird das Wort Zucker als Sammelbegriff für fast alle süßlich schmeckenden Kohlenhydrate verwendet, dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Süßungsmitteln. Es gibt weißen Kristallzucker, braunen Zucker, Rohrohrzucker, Kokosblütenzucker oder auch Ersatzstoffe wie Aspartam. Süß sind sie aber alle.

Wie viel Zucker darf ich essen?

Schon seit vielen Jahren wird darüber diskutiert ob Zucker schädlich für unsere Gesundheit ist. Zu einem klaren Ergebnis sind die Studien nicht gekommen, aber es herrscht Einigkeit darüber, dass Zucker per se nicht schlecht ist. Es kommt wie so oft im Leben auf das richtige Maß an. 

Die WHO (Glossar verlinken) empfiehlt nicht mehr als 25 Gramm Zucker pro Tag zu konsumieren. Das entspricht in etwa sechs Teelöffeln. Dazu zählt allerdings nur industriell zugesetzter Zucker, nicht etwa der natürlich vorkommende Fruchtzucker in Gemüse oder Obst.  

In Deutschland liegt der durchschnittliche Verbrauch eines Jahres bei etwa 30 Kilogramm Zucker pro Person. Das ist eindeutig zu viel und führt zu vielen gesundheitlichen Problemen. Wer zu viel Zucker zu sich nimmt, setzt sich der Gefahr aus an Diabetes mellitus Typ 2, Übergewicht oder Adipositas zu erkranken. 

Die Dosis macht also den Unterschied. Zucker ist nicht schädlich, wenn er bewusst konsumiert wird. Isst man jedoch fast ausschließlich süßlich schmeckende und vor allem industriell hergestellte Lebensmittel, könnte es problematisch werden.

99 Prozent der Kinder Cerealien enthalten zu viel Zucker

Laut der WHO sollte die Frühstücksschüssel für Kinder nicht mehr als 15 Gramm Zucker pro 100 Gramm Cerealien enthalten. Nur hält sich daran kaum ein Hersteller. Stattdessen stehen die bunten Packungen komplett überzuckert in den Regalen der Supermärkte.

Das hat eine Studie des AOK-Bundesverbandes jüngst herausgefunden.

Der Abteilungsleiter Prävention Dr. Kai Kolpatzik zeigte sich bestürzt über dieses Ergebnis und bezeichnet es sogar als skandalös. Wir würden ihm zustimmen. 

Der AOK Bundesverband wie auch Dr. Sigrid Peter, die Vizepräsidentin des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendärzte, fordern angesichts dieser Ergebnisse, dass sich dies umgehend ändern muss. 

“Unser Ziel sollte es sein, dass die Geschmackspräferenz ’süß‘ sich nicht an Zucker oder Zuckerersatzstoffen festmacht. Wenn wir den Zuckergehalt nach und nach verringern, wird sich auch das Geschmacksempfinden auf ‚weniger süß‘ umstellen.“ meint Frau Dr. Peter. 

Rebellisch – wir halten uns an die Zucker Empfehlung der WHO

Wir von REBELICIOUS finden, das geht auch anders. Deswegen sagen wir den überzuckerten Produkten den Kampf an, statt auf neue Gesetze zu warten. Alle drei Sorten von REBELICIOUS entsprechen der Vorgabe der WHO und erhalten damit bis zu 50% weniger Zucker als die vergleichbaren Konkurrenzprodukte.

Doch da hört es nicht auf. Neben Zucker verzichten wir auch auf Weizen in unseren Frühstückscerealien. Bei uns bekommst Du Dinkel, Hafer und Vollkorn In die Schüssel und damit wichtige Ballaststoffe, die genügend Energie für einen abenteuerlichen Tag bieten. 

Natürlich gehört zu einem ausgewogenen Frühstück mehr als nur eine Schüssel Cerealien. Im Idealfall startet der Tag mit ausreichend Wasser oder ungesüßtem Tee, frischem Obst oder Gemüse und Ballaststoffen. 

Warum das Frühstück vor allem für Kinder so wichtig ist, kannst Du hier nachlesen.

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